Stefanies erster Erfahrungsbericht

Ein fröhliches Hallo an Alle und liebe Grüße aus Sankt Petersburg sendet Euch Stefanie!

Hier beginne ich nun nach drei Wochen in Russland meinen ersten Zwischenbericht zu schreiben. Wo fange ich an? Am Besten vorn!

Ich bin am 30.08.2011 nach einer schweren Verabschiedung von Freunden, Familie und meinem Freund mit dem Zug von Saalfeld nach Travemünde gestartet, um dort auf der Fähre nach Helsinki einzuchecken.
Es folgte eine wunderschöne Überfahrt mit Sonnenschein, Wind im Haar, dem Rauschen des Meeres, dem Schreien der Möwen und einer wunderschönen Landschaft, vor allem bei der Einfahrt in Finnland.
In Helsinki bestieg ich einen Linienbus, der mich in etwa 6 Stunden nach Sankt Petersburg brachte.

Mich nahm Verena, unsere Vorgängerin im Freiwilligendienst, herzlich – und zum Glück direkt an der Bushaltestelle – in Empfang und bereitete uns ein schönes und sehr informatives Willkommen.

Sie brachte mich zuerst einmal zu meiner Wohnung, die zwar außerhalb, aber wunderschön gelegen ist. Denn: wenn ich aus meinem Fenster schaue, sehe ich das Meer! Zu Fuß sind es circa fünf Minuten zu laufen. Welch ein Luxus!!!
Ich wohne mit zwei sehr netten Freiwilligen zusammen. Jara ist Russin (spricht zum Glück sehr gut deutsch) und arbeitet ebenfalls im PNI. Janis ist ein Deutscher, der in einem Tageszentrum von Perspektivy eingesetzt ist.

Am nächsten Tag trafen wir (Verena, Paul und ich) uns, um gemeinsam ins Office von Perspektivy zu gehen und danach nach Peterhof zu fahren, um uns das PNI, das Psycho-Neurologische Internat und somit unser Einsatzort im Freiwilligenjahr, zu besuchen.
Am Sonnabend machten wir einen ersten Stadtspaziergang und lernten dabei unsere Sprachlehrerin kennen. Anja ist eine sehr nette Frau und ich freue mich auf den Kurs.

Meine Arbeit in Peterhof ist spannend und sehr angenehm. Ich bin für ein recht schwieriges Zimmer zuständig. Die Bewohner sind stark eingeschränkt. Es leben dort 8 Menschen, die nicht sprechen, körperlich stark beeinträchtigt oder geistig behindert sind. Es macht viel Spaß, mit ihnen den Tag zu gestalten. Auch wenn es oft anstrengend ist.
Ich helfe ihnen beim Zähneputzen, bei der Hygiene und beim Essen. Außerdem versuche ich, angenehme Einheiten, wie kleine Massagen oder Spiele, einzubauen. Wenn das Wetter schön ist und es uns erlaubt wird, gehen wir draußen im Gelände des Heims spazieren.

Heute bin ich von dem On-Arrival-Trainig, einem Seminar der EU, wiedergekommen. Wir waren in Nizhniy Novgorod, einer alten Hansestadt an der Wolga. Das Seminar war mit seinen Teilnehmern aus 11 Nationen und dem Thema Russland wunderbar international. Es war sehr interessant, von den Teilnehmern zu hören, wie sie zu Hause leben und was sie hier in ihren Projekten tun. Es gab sogar zwei Leute, die in Sibirien in einem Dorf leben und dort das „richtige“ Leben mitleben. Sie gärtnern, bauen, ernten, fahren Kanu…Es war sehr angenehm, ihren begeisterten Schilderungen zu lauschen und ich hoffe sehr, dass ich die Zwei einmal besuchen werde!
Ich bin zum Seminar mit dem Zug gefahren. Über nacht. Es war herrlich! Man hat sogar Bettwäsche bekommen!

Das war es vorerst von mir und meinem Leben in Rußland.
Liebe Grüße aus dem schon recht kalten und häufig sehr feuchtem Sankt Petersburg!

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