Der anstrengendste Tag der Woche…

… wird ab jetzt der Montag sein. Es wird aber auch ein toller Tag sein!

Da die Caritas im Sommer von Juni bis August paralell zu den Schulferien eine Pause einlegt, werde ich „arbeitslos“ sein und habe für diese Zeit eine Stelle im Psycholeurologischen Zentrum im INternat in Peterhof. Ich fange nun schon an, immer Montags dort zu arbeiten, weil es mir dort sehr gut gefällt und mir knapp drei Monate dort zu wenig wären, außerdem hab ich Montags immer frei.
Ich muss dafür zwar meine lieben Französisch-Nachhilfe-Kids aufgeben, aber die haben  zwei Mal pro Woche Unterricht mit einem andren Lehrer und werden das wohl verschmerzen können.
Die Entscheidung zwischen diesen zwei Projekten ist mir etwas schwer gefallen, aber seit meinem ersten Tag in Peterhof vorgestern, bin ich ziemlich sicher, mich richtig entschieden zu haben.
In dem Internat dort leben circa 1000 Menschen und zwei der Stationen werden von Perspektivy betreut, der Rest staatlich. In den Perspektivy Stationen arbeiten viele Detusche, Russische und Polnische Freiwillige, die meist für jeweils ein Zimmer zuständig sind. Auch ich habe jetzt ein „eigenes“ Zimmer. Dort leben fünf größtenteils sehr fitte Frauen, so dass es auch ok ist, dass ich erst mal nur einmal wöchentlich kommen werde.
Ich kann mich ziemlich glücklich schätzen, mit einigen der Freiwilligen, die schon länger dort arbeiten bekannt und befreundet zu sein. Das hat mir meinen ersten Tag, vor dem ich doch etwas nervös war, sehr erleichtert. Die anderen Freiwilligen haben mich ein Bisschen bei der Hand genommen, mir gezeigt, wie alles funktioniert und mir auch ein Wenig über die Einwohner verraten.

Diese Montag habe ich mir erst mal das Meiste vom Freiwilligenkoordinatior zeigen und mich vorstellen lassen, dann war ich mit Jozef, einem Freund der dort Freiwilliger ist, und zwei Männern im Rollstuhl im Schnee-Sturm (Ja, hier schneit es zu meinem Leidwesen immer noch!) spazieren – ziemlich anstrengend. Mittags habe ich Olga, die in „meinem“ Zimmer lebt, gefüttert. Ich habe sie in kürzester Zeit lieb gewonnen, auch wenn sie mir einiges an Essen auf den Pulli gespuckt hat, weil sie so erfreut war mich kennen zu lernen, dass sie beim Essen lachen musste, was dann in Husten endete. Danach hab ich die einzelnen Bewohnerinnen meines Zimmers näher kennen gelernt und war mit Lena -auch aus „meinem“ Zimmer- und Joesefine, einer anderen Freiwilligen und Freundin, schnuseln -sprich entspannen.

Wenn ich dort fertig bin, muss ich dann noch 1-2 Stunden Elektritschka (Nahverkehrs-Zug), Metro und Bus fahren, um noch eine Stunde Russisch-Unterricht bei Anja zu geniessen – ja, ich geniesse den Unterricht meist wirklich :)! Das heißt ich werde ab jetzt Montags so etwa von morgens um 7Uhr bis abends um 9Uhr außer Haus sein.

 

 

Ein Gedanke zu „Der anstrengendste Tag der Woche…“

  1. Hallo Verena,

    vielen Dank für deinen „Montags-Bericht“. Ich bewundere dich und deine Arbeit!

    Herzliche Grüße
    aus Inzlingen
    Pepsi

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